Gibt es den Weihnachtsmann?

​Diese Frage kann ich mir nur mit NEIN beantworten. Der heilige Nikolaus ist eine historische Figur. Der Weihnachtsmann eine Idee der Werbeindustrie – Coca-Cola war’s heißt es. Hält sich wacker muss ich sagen. Eine junge Künstlerin hat ein gutes Lied zur Weihnachtszeit veröffentlicht, dass bestimmt einigen Fleißigen (Weibern) aus der Seele spricht. Hier der Link zu Emilie Roberts #santaclara 🤓

Ich finde, wir können diesen Weihnachtsmann-Gag nun, nach Jahrzehnten, auch mal wieder sinken lassen, vergessen und uns auf das Christkind besinnen (wieso findet mein Rechtschreibprüfung das Wort Christkind sofort, Weihnachtsmann aber erst nach etwas Üben?!? Cool!), oder noch besser: was Neues aufbringen. Auch wenn die Weihnachtsmannidee aus Anerika kommt, dem Land der Träume. 

Dieser Song ist ein perfekter Ansatz! 

Was hält 2017 für uns bereit? Jetzt kommt erst mal die Böllerei und morgen ersticken alle Stadtbewohner fast. Super. Aber egal, ist wie immer. Und das ist gut. Guten Rutsch euch da draussen🤗

Raum füllen

Es ist lange her, da stand ich beinahe täglich als unschuldiges junges Mädchen auf einer 12×12 Meter großen Matte in diversen Turnhallen. Ich war Gymnastin der Rhythmischen Sportgymnastik. Mit viel Fleiß, Spaß an der Bewegung und Ehrgeiz habe ich es bis in die Nationalmannschaft in der Gruppengymnastik geschafft. Von 1994 bis 1996 war ich deshalb aus dem Elternhaus ausgezogen und habe am Olympiastützpunkt Bochum-Wattenscheid trainiert. Etwas täglich tun, dass einem richtig Spaß macht kann so heilsam sein. Das ist mir damals nicht bewusst gewesen, aber schon damals habe ich ab und an gemerkt, wenn es mir nicht so gut ging, wenn ich traurig war oder missmutig und ich mich innerlich leicht gemacht habe und einfach alles genau wie sonst getan habe, dass es mir anschließend – meist nach einem 3-stündigen Training – besser ging. 3 Stunden Training pro Tag ist viel Zeit, aber der Spaß an der Sache hat so viele Male geholfen mich hineinzubringen in eine wichtigere Stimmung als die, die ich zunächst mitgebracht hatte. Wie oft konnte ich meinen Lebensraum auf diese Weise mit Positivem füllen! Wie sagt McDonalds so schön?! „Hm, ich liebe es!“ Ja, und McDonalds, Nestlé, Milka & Co haben mir dann jedoch den Rücktrittsschein besorgt; zu viel genascht und keinen gesunden Malzeitenrhythmus waren mein Verhängnis und die erturnte Teinmahmekarte an der ersten Olympiade für Gruppengymnastik in Atlanta habe ich abgegeben, an andere Mädchen, die nicht viel dafür gekämpft und gelitten hatten. So ist das Positive, Raumfüllen des Sich-Bewegens nicht automatisch Garantie für vernünftiges Handeln an jeder Stelle des jungen Lebens.

Gymnastin
1999

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

 

Sterben

Wenn meine 4-Jährige mich fragt „Mama, erzähl mir etwas über das Sterben.“ wundere ich mich nicht, dass sie soetwas fragt, sondern ich wundere mich warum sie jetzt (schon) danach fragt. Nein, sie ist nicht krank, sie hat erlebt wie meine Oma vom Gruppenraumsitzer zum Bettlieger wurde und schließlich starb. Sie weiß schon, dass mein Vater, also ihr Opa, auch irgendwann sterben wird. Sie erzählt ihm dann und wann, was sie machen wird, wenn er schon tot ist! Er nimmt es gelassen, denn er ist Pentaloge.

Sterben ist ein Prozess, der bereits mitten im Leben seinen Anfang nimmt. Die meisten bemerken das nicht und wundern sich möglicherweise später, dass es beschwerlich, ach so beschwerlich ist. Wer Kinder hat, sich um sie kümmert von der ersten Windel bis zum Schulabschluss, der weiß wie endlos lange es dauert, bis die sagen können, was sie möchten oder nicht möchten, bis sie es schreiben können oder selbst ausführen, was sie sich ausgedacht haben. Es dauert Jahre! Unglaublich. Am Ende ist es genauso im Rückwärtsgang. Wer sich darauf einstellen kann, der empfindet es als natürlich und gut, dass Andere nun die Träger der Gesellschaft und des pulsierenden Lebens sind und können es genießen dabei zu sein, zu beobachten oder aus der Erfahrungskiste zu plaudern. Ein guter ärtzlicher Beistand hat natürlich einen nicht zu unterschätzenden Wert und sollte sorgfältig und nach den Neigungen des Alternden ausgesucht werden (falls die Person es nicht selbst tut). Oft ist es gar nicht schlecht, auch im hohen Alter noch zu probieren über sich hinauszuwachsen, nach dem Guten und Wahren im Leben zu streben bis zum letzten Atemzug, da die innere Entwicklung oder das wesenhafte Dasein im Energiefeld des Erdorganismuses täglich erneuert werden möchte um wahrhaftig zu sein; es wird genau das gebraucht. Der Moment, indem der Tod eintritt ist also etwas ganz anderes als der Prozess des Sterbens.

Ich weiß genau, wie ich alt werden und wie sterben will. Wisst ihr das auch??

Die Zwei

Wir leben in einer dialektischen Welt. Eine Welt der Gegensätze. Schon im Vaterunser heißt es „wie im Himmel, so auf Erden“, wir sind himmel-hoch-jauchzend und zu-Tode-betrübt, fit wie ein Turnschuh oder lahm, wie eine Schnecke. Es gibt nichts auf dieser Erde, dass der Spannung zwischen Gott und Teufel nicht ausgesetzt ist. Wir brauchen es. Wir Menschen sind jedoch zusätzlich in der vorzüglichen Lage, dies zu begreifen, uns vorzustellen, dass und warum es so ist. Reflexion hilft uns, unserern eigenen Standpunkt zu finden.

Hier fand sich 2015 ein Artikel über/mit Wolf Singer, ein Wissenschaftler und Mensch, der die Nichtexistenz des „freien Willens“ gemessen hat;)

http://www.sueddeutsche.de/wissen/wolf-singer-das-gehirn-hat-voellig-falsche-vorstellungen-1.171628

Aber haben wir wirklich geglaubt, dass der freie Wille tatsächlich 1/1 in neuronale Aktivität übersetzt wird?

 

Freitag der 13. vor 2000 Jahren

ES WAR EINMAL, vor langer Zeit, eine Entwicklungsstufe der Menschheit auf dieser Erde, die ein Gesellschaftsleben entwickelt hatte und in guten Zeiten friedliche zusammen wohnten, arbeiteten und feierten.

In schlechten Zeiten aber war sich jeder selbst der Nächste und der eine trachtete dem anderen das Dach über dem Kopf, das Essen, die Kleider, das Leben.

Vor ebenso langer Zeit lebte auch ein Paar under diesen Menschen glücklich in guten und in schlechten Zeiten zusammen – nennen wir sie Joschua und Merry. Sie waren allseits beliebt, weil sie in guten Zeiten immer ein offenes Ohr für jede Angelegenheit ihrer Mitmenschen hatten und sie in schlechten Zeiten ihre Mitmenschen daran erinnerten, sei es in Wort oder Tat, dass das GUTE AUS DEM MENSCHEN SELBST KOMMT.

So ist es immer noch: an die 2000 Jahre später gibt es Menschen, die meinen mit Gewalt oder Hass etwas Bleibendes zu erreichen. NEIN,  es kann nicht dauerhauft funktionieren.

Das innere Licht ist leise.

Es gibt auch die Anderen. Sie folgen dem (nach außen) lautlosen Ruf einer zeitlosen inneren Ethik, die sich auch auf gesellschaftliche Strukturen positiv, stärkend und bereichernd auswirkt.

Auf!

Wir sind ein Teil davon